Drei Bereiche aus meinem Alltag, ehrlich aufgeschrieben
Über KI redet gerade jeder. Was Leute konkret damit machen, erfährt man selten. Es bleibt meistens bei Schlagworten und Zukunftsversprechen.
Deshalb hier ganz konkret, wofür ich das Zeug tatsächlich benutze. Drei Bereiche, in denen es bei mir eine Rolle spielt, mit dem, was gut läuft, und dem, was ich davon halte.
Vorweg noch etwas, das am Ende nochmal Thema wird. Dieser Text ist mit KI-Unterstützung entstanden.

1. In der Arbeit
Wir haben unser Ticketsystem abgelöst. Nicht durch ein anderes gekauftes, sondern durch ein eigenes Portal, das wir selbst gebaut haben.
Angefangen hat es mit den Listen. Jede Firma hat sie, und irgendwann liegt alles verstreut in Tabellen herum, die niemand mehr pflegt. Diese Listen sind jetzt digital, sauber verknüpft und dort, wo sie hingehören. Dazu kamen nach und nach die Abläufe, die vorher in Köpfen und Zurufen existierten. Heute stecken sie als Code in einem Portal.
Was ich dabei ausdrücklich nicht sagen will, ist, dass die KI das gebaut hat.
Das ist ein Lernprozess, und zwar ein zäher. Man setzt sich nicht hin, tippt einen Wunsch ein und bekommt ein fertiges System. Man muss wissen, was man eigentlich will. Man muss verstehen, was da entsteht, sonst hat man am Ende etwas, das läuft, bis es das nicht mehr tut, und niemand weiß warum. Und man muss bereit sein, Dinge dreimal zu verwerfen.
Ehrlich zur Zeit: Es kostet mich viel davon. Manchmal auch Abende, aber das ist meine eigene Entscheidung, weil mich das Thema interessiert.
Trotzdem rechnet es sich. Ein Monat Arbeitszeit klingt erst mal nach einer Menge. Für dieselbe Sache hätte man sonst mehrere Entwickler gebraucht, die mindestens genauso lange gesessen hätten, vermutlich länger, weil sie unser Geschäft erst hätten verstehen müssen. So gesehen ist der Monat günstig.
Das ist für mich der eigentliche Punkt an KI in der Arbeit. Sie macht nicht die Arbeit. Sie verschiebt, was für eine einzelne Person überhaupt machbar ist.
2. Privat
Hier nutze ich es wie vermutlich die meisten. Als besseres Google.
Etwas nachschlagen, sich etwas erklären lassen, einen Überblick über ein Thema bekommen, in das man neu einsteigt. Das funktioniert gut und spart viel Zeit.
Genau das ist aber auch die gefährlichste Art, KI zu benutzen.
Mir fällt zunehmend auf, dass Leute das Ergebnis nehmen und damit fertig sind. Die KI hat es gesagt, also stimmt es. Und das ist eben nicht so. Diese Systeme geben Falsches genauso überzeugt aus wie Richtiges, ohne jede Warnung. Sie klingen nicht unsicher, wenn sie unsicher sind.
Mir selbst ist das mehrfach passiert, meistens bei Recherchen für Beiträge. Falsche Fristen, verwechselte Bußgeldhöhen, Zahlen aus einem Gesetz, die in Wahrheit aus einem ganz anderen stammten. Manches davon stand sogar so im Netz, weil inzwischen ganze Portale automatisch erzeugte Artikel ausspielen, die niemand mehr gegenliest.
Deshalb habe ich für mich eine einfache Regel. Alles, was Konsequenzen hat, wird an der Originalquelle gegengeprüft. Gesetzestext statt Zusammenfassung, Herstellerseite statt Nachrichtenmeldung.
Und dann gibt es noch den Teil, der über das Nachschlagen hinausgeht. Ich beschäftige mich mit der Technik selbst. Modelle lokal betreiben, ihnen eigenes Wissen zugänglich machen, Schnittstellen anbinden, ausprobieren, wo die Grenzen liegen. Das ist Weiterbildung, die mir niemand abnehmen kann, und der Grund, warum ich bei dem Thema mitreden kann, statt nur Werbeversprechen weiterzuerzählen.

3. Ganz persönlich
Der dritte Bereich ist mir am unangenehmsten aufzuschreiben, deshalb kommt er trotzdem rein.
Ich war nie gut im Schreiben. Rechtschreibung und Grammatik waren immer meine Schwachstelle, und daran ändert sich mit dem Alter wenig. Für jemanden, der beruflich Angebote, Mails und Dokumentationen schreibt, ist das lästig.
Der Ablauf war früher immer derselbe. Ich schreibe etwas. Jemand liest gegen. Ich bessere nach. Jemand liest nochmal gegen. Das kostet nicht nur meine Zeit, sondern auch die von Kolleginnen und Kollegen, und es kostet Überwindung, weil man ungern jemanden bittet, die eigenen Fehler zu suchen.
Heute schreibe ich, lasse glätten, lese einmal drüber und nicke ab. Fertig.
Was dabei oft missverstanden wird: Die Gedanken sind weiterhin meine. Die KI denkt sich nicht aus, was ich sagen will. Sie nimmt mir eine Schwäche ab, die mit dem Inhalt nichts zu tun hat.
Das hat mir mehr gebracht als jede Zeitersparnis. Ich schreibe heute Dinge, die ich früher gelassen hätte, weil mir der Aufwand zu groß war. Die Hemmung ist weg.
Was alle drei Bereiche gemeinsam haben
In allen dreien mache ich am Ende dasselbe. Ich schaue drüber und entscheide, ob es so rausgeht.
Beim Portal prüfe ich, ob der Code tut, was er soll. Bei der Recherche prüfe ich die Quelle. Bei Texten prüfe ich, ob da noch steht, was ich sagen wollte.

Das ist keine lästige Pflicht, sondern der Teil, der die Sache überhaupt erst brauchbar macht. Eine KI ohne jemanden, der die Verantwortung übernimmt, ist ein Zufallsgenerator mit gutem Sprachgefühl.
Warum unter meinen Beiträgen künftig ein Hinweis steht
Ab jetzt kennzeichne ich Beiträge, an denen KI beteiligt war. Auch diesen.
Verpflichtet bin ich dazu nach meiner Einschätzung nicht. Die europäische Kennzeichnungspflicht zielt auf Veröffentlichungen, die die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse informieren, und sie entfällt ohnehin, wenn ein Mensch den Inhalt prüft und dafür geradesteht. Beides trifft hier zu.
Schlimm finde ich es trotzdem nicht. In meine Mails schreibe ich schließlich auch nicht dazu, dass eine Rechtschreibprüfung mitgelaufen ist, und niemand käme auf die Idee, mir daraus einen Vorwurf zu machen. Werkzeuge zu benutzen ist nichts Verwerfliches.
Bei KI ist der Anteil nur größer. Sie korrigiert nicht nur Buchstaben, sie formuliert mit. Deshalb halte ich einen Hinweis für angemessen, auch ohne Pflicht.
Dazu kommt, dass ich von Anbietern Transparenz darüber erwarte, was ihre Systeme tun. Dann kann ich schlecht selbst herumdrucksen. Und ganz nebenbei nimmt es der Frage die Schärfe, weil niemand etwas aufdecken muss, was ohnehin dabeisteht.
*Dieser Beitrag wurde mir Hilfe von KI erstellt


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